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Die Familie Brauchli plant den Bau des Ziegeleiquartiers für Gewerbebetriebe und Wohnungen in Berg.

Die Familie Brauchli will ihre grosse Brache in Berg überbauen. Richtprojekt und Gestaltungsplan

«Das Ziegeleiquartier in Berg ist ein sehr ambitiöses Projekt»

Die Familie Brauchli plant den Bau des Ziegeleiquartiers für Gewerbebetriebe und Wohnungen in Berg. Gemeindepräsident Thomas Bitschnau ist von den Plänen sehr angetan, kennt aber auch die Herausforderungen.

Wie gefallen Ihnen die kürzlich vorgestellten Pläne für dasZiegeleiquartier in Berg?
Also ich finde es ein sehr schönes Projekt. Ambitiös natürlich, wenn man die imposanten Zahlen hört – auch bezüglich des Investitionsvolumens von über 100 Millionen. Es ist klar, dass so ein Projekt Herausforderungen in sich birgt. Es braucht eine sorgfältige Planung und den Gestaltungsplan.

Kann die Gemeinde da mitreden?
Ja. Wir werden als Gemeinderat eine erste Rückmeldung geben, wenn der Gestaltungsplan in die Vernehmlassung geht. Aber auch der Kanton muss
diesen dann noch absegnen.

Fordert ein «Dorf am Dorfrand», das etwa 1000 zusätzlichen Einwohnern Platz bietet, auch die Gemeinde?
Es ist klar, dass ein Wachstum mit so vielen Wohneinheiten eine gewaltige Herausforderung für die Gemeinde und Schule ist – auch für den Verkehr. Ich stehe deshalb mit der Schule in Verbindung. Ganz wichtig ist aus unserer Perspektive eine Etappierung der Bauten. Wir müssen mit unserer und der Schulinfrastruktur mitwachsen können. Wenn die Überbauung auf einmal realisiert würde, bekämen wir Probleme.

Dann droht das Ziegeleiquartier über Jahre eine Grossbaustelle zu sein?
Das gilt es zu vermeiden. Jede Etappe muss in sich abgeschlossen werden können. Wir wollen nicht, dass es ewig nach Baustelle aussieht.

Besteht die Gefahr, dass sich in diesem Quartier eine Parallelgesellschaft bildet?
Diese Gefahr besteht. Deshalb ist es entscheiden, welche Art von Wohnungen gebaut werden. Es sollten sicher nicht nur Kleinwohnungen für Alleinstehende sein, sondern genügend auch für Familien. Die suchen automatisch den Kontakt zum Dorf, zur Schule, zu Läden.

Mario Testa, Tagblatt, 31. März 2020

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