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Im Rahmen der Information und der Mitwirkung durch die Bevölkerung und weitere Interessierte sowie

Die Familie Brauchli plant den Bau des Ziegeleiquartiers für Gewerbebetriebe und Wohnungen in Berg.

Die Familie Brauchli will ihre grosse Brache in Berg überbauen. Richtprojekt und Gestaltungsplan

Ein Riesenprojekt verändert das Erscheinungsbild der Gemeinde Berg - Kritik und Fragen gibt es aber kaum

Thurgauer Tagblatt | Christoph Heer
 

Am Mittwochabend hat die Gemeinde Berg die Bevölkerung über den Gestaltungsplan Ziegeleiquartier informiert. Allesamt sehen das Projekt als grosse Chance für die Gemeinde. Bis zur Fertigstellung könnte es bis zu zwanzig Jahre dauern. 220 Wohneinheiten sind geplant.

«Das Hauptgebäude der Ziegelei wird immer sichtbar bleiben», sagte Architekt Florian Hartmann am Mittwochabend zu den rund 80 Interessierten, welche sich in der Mehrzweckhalle versammelt hatten. Dabei ging es um die Informationsveranstaltung betreffend Gestaltungsplan Ziegeleiquartier. Das Projekt wird Berg insbesondere von Norden her verändern.

Neue Wohnungen und Arbeitsplätze
Geplant sind auf einer Fläche von 7,5 Hektaren 220 Wohneinheiten und zahlreiche neue Arbeitsplätze. Das Hauptgebäude der Ziegelei werde indes nicht verunstaltet es soll als Bijou weiter bestehen.

Dieses Projekt gilt als äusserst visionär und werde die Gemeinde Berg und dessen Ortsbild, bezüglich Grösse und Bedeutung, massgebend prägen. Gemeindepräsident Thomas Bitschnau erklärt eingangs der Veranstaltung, dass eine lange Zeit der Planung, mit viel Geschriebenem und Gesprochenem zurück liegt.

«Unser Bewohnerzuwachs wird unaufhaltsam sein, umso wichtiger erscheint es, dass man mit solchen Projekten für positive Auswirkungen, etwa innerhalb der Infrastruktur, oder auch für die Vereine, sorgt.»

Bitschnau freut sich, dass mit der Veröffentlichung des Gestaltungsplans ein weiterer Meilenstein erreicht sei.

Wer sich nun aber auf hitzige Diskussionen, oder Fragen eingestellt hat, wird an diesem Abend enttäuscht. Das Projekt scheint für die Berger Bevölkerung genügend Hand und Fuss zu haben. Die allgemeine Stimmung, dem Gestaltungsplan gegenüber, scheint äusserst positiv zu sein.

Das Projekt sei ein «Riesenklotz»
Zunächst informieren Architekten und Planer über das Gesamtprojekt. Dann sind die Berger an der Reihe. Doch nur ein einzelner Anwesender hat mehr oder weniger kritische Voten parat. «Zuerst will ich betont haben, dass diese Informationsveranstaltung sehr gut und informativ war. Trotzdem: Wollen wir das unserer Gemeinde wirklich antun? Dieser ‹Riesenklotz› generiert wohl ein Drittel mehr Einwohner, als wir jetzt haben. Wollen wir das?» Ein anderer fragt diesbezüglich, ob der Bedarf an 220 Wohneinheiten überhaupt gefragt sei.

«Auch in den Nachbargemeinden gibt es doch schon viel freier Wohnraum.»

Raumplanerin Karin Bétrisey beantwortet diese Frage. «Das ganze Projekt entsteht in drei Etappen, wobei diese mit drei Jahren Verzögerung erbaut werden sollen. Zudem bestimmen stets Markt und Investoren den Zeitplan, ob es dann zehn oder zwanzig Jahre dauert, kann noch nicht gesagt werden».

Chance für die Gemeinde
Dass nur wenige Fragen gestellt wurden, hängt sicher auch mit den gut vorbereiteten Referenten zusammen. Sie liessen dementsprechend kaum Fragen aufkommen. Und wenn, dann wurden diese kurz und doch sehr detailliert beantwortet.
Bei der darauffolgenden Besichtigung des Projekts scheinen die finalen Meinungen gemacht zu sein. Auf Anfrage unserer Zeitung bejahten allesamt, dass dies eine grosse Chance für die Gemeinde ist. «Dieses Projekt ist umfangreich ausgearbeitet worden, das soll verwirklicht werden. Für uns – für Berg», sagt eine Anwesende.

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